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Dream-Team statt Quote

80 Prozent der befragten internationalen Großunternehmen sind sich der Wichtigkeit des Themas Diversity & Inclusion ("D&I", Vielfalts- und Einbeziehungsmanagement) bewusst. Gesetzesänderungen und demografische Entwicklungen bewirken, dass sie sich verstärkt damit befassen. Oft behindern aber noch das Führungsverhalten sowie die Firmenkultur und fehlende Richtlinien und Prozesse in der Personalpolitik die Durchsetzung von D&I-Maßnahmen. Dabei brächte ein erfolgreiches und nachhaltiges D&I-Management der deutschen Wirtschaft nicht nur jährliche Gesamteinsparungen in Höhe von fast 21 Milliarden Euro, sondern auch den einzelnen Unternehmen deutliche Wettbewerbsvorteile. Das ist das Ergebnis der Studie "Dream-Team statt Quote – Erfolgreiches Vielfalts- & Einbeziehungsmanagement".

Ganzheitliches D&I-Konzept bringt Vorteile

Die Befragung von 40 Großunternehmen u.a. aus der Automobil-, Bau-, Energie-, Chemie- und Elektrobranche durch Roland Berger zeigt, dass vier von fünf Studienteilnehmern Vielfalts- und Einbeziehungsmanagement für wichtig halten. "Dabei geht es nicht nur um die die stärkere Einbindung von Frauen, älteren Mitarbeitern und Kollegen ausländischer Herkunft", erklärt Carolin Griese-Michels, Leiterin der Practice Group Corporate Responsibility bei Roland Berger. "Auch spezifische Kompetenzen und Arbeitsweisen der einzelnen Mitarbeiter sind wichtiger Teil eines ganzheitlichen D&I-Konzepts, das den Unternehmen wesentliche Vorteile bringt."

Diversität ohne Quoten

ls Haupttreiber für die Einführung von D&I-Maßnahmen bezeichnen 60 Prozent der befragten Unternehmen gesetzliche Auflagen und die zunehmende Heterogenität der Arbeitnehmer. Doch obwohl Unternehmen beim Thema Diversität noch Nachholbedarf haben, äußern sich 70 Prozent der Befragten gegen die Einführung gesetzlicher Minderheitenquoten. "Im Extremfall müsste der Vertreter einer Minderheit trotz mangelnder Qualifikation eingestellt oder befördert werden", beschreibt Roland Berger Expertin Carolin Griese-Michels die Ängste der Firmen.

Gründe für mangelnde Vielfalt

Teilweise ermöglichen die Firmen keine ausreichende Balance zwischen Familie und Beruf. "Manchmal fehlen die Instrumente hierfür", sagt Roland Berger-Expertin Carolin Griese-Michels. "Oder aber Mitarbeiter nehmen die Angebote nicht in Anspruch – aus Angst, dadurch Nachteile in ihrer Karriere zu erfahren." In einigen Unternehmen spielen Kriterien wie Geschlecht, Alter und Herkunft des Bewerbers im Auswahlprozess eine entscheidende Rolle – wenn auch unbewusst. Es kommt oft zum sogenannten Self-Cloning: Führungskräfte entscheiden sich gerne für Mitarbeiter, die ihnen ähnlich sind. Da die Auswahlgremien im Bewerbungsverfahren häufig homogen besetzt sind, werden eher Kandidaten eingestellt, die in dieses Muster passen.

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