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Lean Management im Finanzsektor

2013

Geringere Kosten und zusätzlicher Umsatz − zeitgemäße Effizienzprogramme, wie sie in anderen Branchen längst zum Alltag gehören, zeigen auch im Finanzsektor ihre Wirkung.

Das Lean-Management-Projekt der Service-Töchter im Privatkundengeschäft der Deutschen Bank und Roland Berger Strategy Consultants hat bewiesen, dass es um mehr als Kosteneffizienz geht. Die gewonnene Zeit kann produktivitätssteigernd eingesetzt werden, etwa zur Gewinnung von Neugeschäft oder zur Verbesserung der Qualität im Bestandsgeschäft. Auch der finanzielle Aufwand von Effizienzprogrammen hält sich in Grenzen – zumindest, wenn für die Verbesserung der Abläufe keine teuren IT-Lösungen angeschafft werden müssen.

Im konkreten Fallbeispiel waren rund zwei Drittel des identifizierten Produktivitätspotenzials ohne jeglichen IT-Aufwand realisierbar. Ein großer Teil der Einsparungen lassen sich unter der "Kunst des Weglassens" subsummieren. So entfielen zehn Prozent des Effizienzgewinns auf den schlichten Wegfall von Tätigkeiten, die eigentlich gar nicht benötigt wurden. Weitere zehn Prozent der Einsparungen wurden durch die Vermeidung von Doppelarbeit und das Hin- und Herschieben von Aufgaben erzielt. 25 Prozent der gesamten Zeitersparnis resultierten aus Prozessvereinfachungen und zehn Prozent aus Standardisierungen von Prozessen innerhalb von Teams oder über Teams hinweg, wobei jeweils die Best Practices identifiziert und von einem auf den anderen Standort übertragen wurden. Der Rest entfiel auf Arbeitsplatzanpassungen oder den Nettoeffekt aus Verlagerungen von Aufgaben.

Obwohl keine Mitarbeiter entlassen wurden, wirkten sich über 80 Prozent der gesparten Zeit direkt positiv auf das Budget aus.

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