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Fitnesskur für Schweizer Spitäler

2014

Die Spitallandschaft in der Schweiz ist zersplittert: Die Zahl der Krankenhausbetten pro Einwohner liegt unter dem europäischen Durchschnitt und die Spitäler sind verhältnismässig klein. Von den Nachbarländern hat nur Frankreich eine niedrigere Bettenanzahl pro Klinik. Die meisten Schweizer Kliniken bieten dennoch ein grosses Portfolio an Behandlungen, teilweise mit niedrigen Fallzahlen pro Eingriff. Darüber hinaus besitzen viele Häuser eine veraltete Infrastruktur. Diese Gegebenheiten erschweren eine wirtschaftlich effiziente Behandlung bei höchster Qualität.

Dabei stellen die Schweizer Patienten hohe Anforderungen an ihre Versorgung. Immerhin geben sie rund 8.500 Franken pro Jahr für ihre Gesundheit aus, insgesamt zwölf Prozent des BIP fließen in diesen Sektor. Dazu kommt die demografische Entwicklung: Im Gegensatz zu vielen EU-Ländern wird die Bevölkerung wachsen – bis 2040 mit durchschnittlich 0,6 Prozent pro Jahr. Und: Die Bevölkerung wird immer älter. Dies hat dazu geführt, dass die Kosten im Gesundheitswesen kontinuierlich gestiegen sind-

Die Politik hat reagiert – sie hat im Jahr 2012 Fallpauschalen eingeführt, die SwissDRG (Diagnosis Related Groups). Seitdem werden nicht mehr die Kosten einzelner Fälle vergütet, sondern für Fallgruppen festgelegte Beträge. Leistungen und Kosten sollen so transparent und vergleichbar gemacht, Fehlanreize wie zu lange Liegedauern und Überkapazitäten eliminiert werden. Das Ziel besteht darin, Kosten zu senken, die Effizienz des Systems insgesamt zu steigern und den Wettbewerb zwischen den Kliniken anzufachen.

Das Gesundheitssystem der Schweiz befindet sich im Umbruch. Spitäler werden finanzielle, strukturelle und organisatorische Herausforderungen meistern müssen. Wir zeigen, wie Kliniken sich für die Zukunft wappnen können und haben die wichtigsten Handlungsfelder der kommenden Jahre identifiziert. Dabei unterscheiden wir operative und strategische Aufgaben.

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