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Die europäische Eisenbahnindustrie bleibt weltweit führend: 2,7% Wachstum jährlich in den nächsten sechs Jahren

Berlin, 19. September 2012

  • Bis 2017 bleibt das Wachstum im globalen Markt stabil.
  • Der weltweite Zuliefermarkt der Eisenbahnindustrie wird in den nächsten sechs Jahren um 2,7% jährlich wachsen.
  • Überdurchschnittlich wachsen Signaltechnik (3,2% p.a.) und Dienstleistungen (2,9% p.a.).
  • Die stärksten Wachstumsregionen sind Nahost, Lateinamerika, Russland und GUS.

Der globale Eisenbahnmarkt wird bis 2017 stetig wachsen. Das ist das Ergebnis der Weltmarktstudie, die Roland Berger Strategy Consultants für den Verband der europäischen Eisenbahnindustrie (UNIFE) durchgeführt hat. Am stärksten wachsen die Märkte im Nahen Osten, Lateinamerika sowie Russland und anderen GUS-Staaten. Das Wachstum in diesen Regionen gleicht die rückläufigen Eisenbahninvestitionen in China mehr als aus. Seit kurzem steht im Reich der Mitte jedoch der städtische Schienenverkehr im Fokus.

Der globale Eisenbahnmarkt ist ungeachtet der Wirtschaftskrise unverändert stabil. Zu diesem Ergebnis kommt die "UNIFE World Rail Market Study", die am 18. September 2012 auf der Fachmesse InnoTrans in Berlin vorgestellt wurde.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Branche trotz des konjunkturellen Abschwungs in den letzten Jahren stabiles Wachstum verzeichnet. "Der Weltmarkt ist in den letzten drei Jahren um 3,2% jährlich gewachsen. Das ist angesichts knapper öffentlicher Kassen aufgrund der Finanzkrise von 2008 ein beachtliches Ergebnis", sagt Philippe Citroën, Generaldirektor der UNIFE.

Für den weltweiten Zuliefermarkt der Eisenbahnindustrie wird ein jährliches Wachstum von 2,7% für die nächsten sechs Jahre prognostiziert. "Wir erwarten ein Wachstum in allen Marktsegmenten: also bei Schienenfahrzeugen, Infrastruktur, Signaltechnik und Dienstleistungen", erläutert Andreas Schwilling, Partner bei Roland Berger Strategy Consultants und Mitautor der Studie. Überdurchschnittlich wachsen dabei Signaltechnik (3,2% p.a.) und Dienstleistungen (2,9% p.a.), d.h. Instandhaltung und Instandsetzung.

Während die hohen Investitionen auf dem chinesischen Markt für Hochgeschwindigkeitstrassen und -züge, die das Wachstum in den letzten Jahren maßgeblich beflügelt haben, zurückgehen werden, investieren andere Regionen nun stärker in den Schienenverkehr. Die Golfregion etwa ist mit Großprojekten wie dem Doha Metro System, dem neuen schienengebundenen Regionalverkehrssystem in Mekka sowie der geplanten Hochgeschwindigkeitstrasse zwischen Mekka und Medina ein wichtiger Wachstumstreiber.

Ein weiterer Hotspot ist Lateinamerika. Hier wartet Brasilien mit Großaufträgen in den Bereichen Güterverkehr und städtischer Schienenverkehr auf. Aber auch Nachbarländer wie Argentinien und Chile werden große Projekte in Auftrag geben.

"Die großen Märkte bleiben jedoch weiterhin Europa und Asien", so Andreas Schwilling. "Das zugängliche Marktvolumen wird in Europa um mehr als 2% jährlich wachsen, in Asien verharrt es auf dem hohen Niveau der letzten Jahre. Mit 45 Milliarden Euro Auftragseingang in Europa und 26 Milliarden Euro in Asien werden diese beiden Regionen 2017 fast 60% des zugänglichen Weltmarktes ausmachen, nur einige Prozentpunkte weniger als heute."

"Angesichts der Qualität und Menge der vorhandenen und geplanten Aufträge wird die europäische Eisenbahnindustrie ihre Führungsrolle gegenüber anderen Wettbewerbern zweifellos behaupten", versichert Philippe Citroën. "Die wachsende Nachfrage nach High-Tech-Produkten in Bereichen wie beispielsweise der Signaltechnik deutet darauf hin, dass die europäische Eisenbahnindustrie ihren Innovationsvorsprung in den kommenden Jahren sichern wird."

Die jüngste Weltmarktstudie ist die 4. Ausgabe der UNIFE World Rail Market Study, die alle zwei Jahre veröffentlicht wird. Sie wurde von Roland Berger Strategy Consultants durchgeführt und von der DVV Media Group in Zusammenarbeit mit InnoTrans veröffentlicht.

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