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Große integrierte Bahnen außerhalb Europas konnten Leistung deutlich steigern

Brüssel/München, 15. Oktober 2012

  • Die Studie analysiert die wichtigsten außereuropäischen Bahnmärkte
  • Die untersuchten Bahnen machen 80 Prozent des globalen Schienengüterverkehrs und 50 Prozent des Schienenpersonenverkehrs aus und sind alle integriert
  • Diese integrierten Bahnen haben Verkehrsvolumen, Produktivität und Investitionen deutlich gesteigert

Roland Berger Strategy Consultants präsentiert heute in Brüssel eine neue Studie über die Ergebnisse einer Analyse der Strukturmodelle großer außereuropäischer Bahnen ("The optimal setup of a rail system – lessons learned from outside Europe"). Dabei werden die Bahnstrukturen in den USA, Kanada, Japan, Russland und China analysiert, die für 80 Prozent des weltweiten Warentransports auf Schienen und 50 Prozent des Personenverkehrs zuständig sind. Die großen Bahnen in diesen Ländern sind alle integriert: Infrastruktur und Schienenverkehrsbetrieb sind in einem Unternehmen vereint. Die Roland Berger-Studie zeigt, dass diese Bahnen in den vergangenen zehn Jahren Verkehrsvolumen, Produktivität von Anlagen und Personal sowie Investitionen deutlich steigern konnten.

Diese Analyse der internationalen Bahnmärkte findet im Vorfeld der Vorbereitung des Vierten Europäischen Eisenbahnpakets statt. Anlass der Studie ist die aktuelle Debatte über eine eventuelle verpflichtende vollständige Trennung von Infrastrukturbetreibern und Eisenbahnverkehrsunternehmen in Europa. Dabei analysieren die Roland Berger-Experten die jeweilige Marktlage in verschiedenen außereuropäischen Ländern – in den USA, Kanada, Japan, Russland und China. Denn diese Märkte haben einen Anteil von 80 Prozent am globalen Gütertransport auf Schienen; 50 Prozent des globalen Passagiertransports ist auf diese Länder zurückzuführen.

"In diesen wichtigen Ländern agieren große, vertikal integrierte Eisenbahngesellschaften", erklärt Andreas Schwilling, Partner von Roland Berger Strategy Consultants. "Lediglich China versuchte eine vertikale Trennung der Bahn einzuführen. Doch die negative Erfahrung mit Pilotregionen vor gut zehn Jahren führte zur Rückkehr zum alten integrierten Bahnsystem."

Alle untersuchten Bahnen halten an einem gemeinsamen Management von Infrastruktur und Betrieb fest. Zahlreiche Argumente, von Kosteneffizienz über schnelle Reaktionszeiten bis hin zum besserem Kundenservice sowie positiven Wirkungen für die jeweilige Bahnindustrie wurden in Interviews mit den Managern dieser Bahnen deutlich.

Untersuchte integrierte Bahnen zeigen deutliche Leistungssteigerungen

Die in der Studie untersuchten integrierten Bahnen konnten in den vergangenen zehn Jahren ihr Verkehrsvolumen deutlich steigern. Außerdem verzeichnete die Produktivität der Mitarbeiter sowie der Anlagen große Zuwächse. Auch die Pünktlichkeit im Personenverkehr verbesserte sich oder blieb auf sehr hohem Niveau stabil.

Von Vorteil zeigte sich das integrierte Modell auch in Bezug auf die Investitionen in die Anlagen: In den meisten Ländern haben sie sich im gleichen Zeitraum mehr als verdoppelt. "Diese Ergebnisse zeigen, dass ein gemeinsames Management von Infrastruktur und Betrieb kein Hindernis ist, um Effizienz und Leistung der Bahn zu steigern", fasst Andreas Schwilling zusammen.

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