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Die Studie „CSO Survey 2012“ von Roland Berger Strategy Consultants und des IfB-HSG (Institut für Betriebswirtschaft der Universität St. Gallen) zeigt, wie Chefstrategen mit der aktuellen Unsicherheit umgehen

München, 6. Februar 2013

  • In unsicheren Zeiten sind schlanke Strategieprozesse unabdingbar
  • Megatrends müssen in Planungen berücksichtigt werden
  • Chefstrategen werden immer öfter mit kurzfristigen Aufgabenänderungen konfrontiert
  • Zur Umsetzung von Strategien ist funktionsübergreifende Zusammenarbeit notwendig
  • Professionelle Strategiearbeit gewinnt weiter an Bedeutung

Roland Berger Strategy Consultants und das Institut für Betriebswirtschaft der Universität St. Gallen (IfB-HSG) haben zum zweiten Mal mehr als 50 "Chief Strategy Officer" (CSO) der größten Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz für eine Studie befragt. Die Ergebnisse zeigen, welche Rolle Strategiearbeit und CSOs in Zeiten zunehmender Unsicherheit haben.

Schlankerer Strategieprozess

Die Strategieleiter sind sich einig: Die zunehmende Unsicherheit, z.B. aufgrund von Volatilität in den Märkten, beeinflusst die Unternehmensentwicklung erheblich. Für die meisten CSOs ist ein schlankerer Strategieprozess der Schlüssel, um mit der aktuellen Situation zurechtzukommen. "Unsere Untersuchung zeigt, dass CSOs der höheren Komplexität im Umfeld nicht mit einem entsprechend komplexeren Strategieprozess begegnen, sondern diesen auf die wesentlichen Aspekte fokussieren", sagt Dr. Tim Zimmermann, Partner bei Roland Berger Strategy Consultants und Co-Autor der Studie.

Megatrends als Chance

Chefstrategen erfolgreicher Unternehmen zeichnen sich jedoch auch dadurch aus, dass sie versuchen, sehr langfristige Entwicklungen, sogenannte Megatrends wie beispielsweise Klimawandel, Urbanisierung und demographischen Wandel, zu berücksichtigen und diese in den strategischen Planungsprozess zu integrieren. CSOs erfolgreicher Unternehmen nehmen Megatrends stärker als Chance wahr, während Strategieleiter weniger erfolgreicher Unternehmen diese eher als Bedrohung sehen.

Veränderung der CSO-Rolle

Ein Vergleich der Studienergebnisse mit den Ergebnissen des Vorjahres zeigt, dass die Bedeutung von Aufgaben in den Bereichen Strategieprozess, Unternehmensentwicklung sowie Portfoliomanagement insgesamt zugenommen hat. Auch wird die Umsetzung von Strategien immer wichtiger. Bemerkenswert ist, dass Akquisitionen für CSOs etwas weniger wichtig geworden sind, während der Stellenwert von Desinvestitionen gestiegen ist. Für CSOs sind solch kurzfristige Veränderungen der Aufgaben, die vor allem in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auftreten, eine enorme Herausforderung.

Funktionsübergreifende Zusammenarbeit

Um den aktuellen Entwicklungen begegnen zu können, setzen Unternehmen bei ihren strategischen Initiativen vermehrt auf funktionsübergreifende Zusammenarbeit. Den Strategieleitern zufolge wird vor allem die Verzahnung von strategischer Planung mit dem Risikomanagement sowie der operativen Planung für den erfolgreichen Umgang mit der Unsicherheit entscheidend sein. Es zeigt sich zudem, dass CSOs erfolgreicher Unternehmen auf die Kooperation mit einigen ausgewählten, vor allem wachstumsorientierten Funktionsbereichen setzen, wie etwa Marketing.

Größere Bedeutung von Strategen

Insgesamt verdeutlicht die Studie den hohen Stellenwert der Strategen. "Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten wächst die Bedeutung von professioneller Strategiearbeit. Dies zeigt sich auch dadurch, dass der CSO immer häufiger in der Geschäftsleitung bzw. im Vorstand anzutreffen ist oder als CEO-Kandidat gilt", sagt Studienleiter Prof. Dr. Markus Menz. Aktuell beschäftigen sich viele CSOs damit, die Strategiearbeit weiter zu professionalisieren, etwa indem sie Methoden zur Erfolgsmessung ihrer Strategiebereiche entwickeln.

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