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Perception beats Performance – woran Manager scheitern

München, 21. Juli 2015

  • Ergebnisse einer Langzeit-Studie von Roland Berger und Quadriga Hochschule Berlin zum Einfluss von "Performance und Perception" auf Managerkarrieren
  • Gut sein allein genügt nicht, Wahrnehmung von Führungskräften oft wichtiger als Leistungen
  • Manager sollten "Performance-Value" aktiv managen, um Unternehmen und Karriere zu schützen

Die sachlich-inhaltlichen Erfolge von Managern werden heutzutage immer häufiger überlagert von der Wahrnehmung der Führungskräfte in Medien und Öffentlichkeit. Gute Arbeit alleine reicht nicht mehr aus. Das ist ein zentrales Ergebnis der Studie "Perception beats Performance – woran Manager scheitern", die Roland Berger Strategy Consultants und das center of political economy and society (copes) an der Quadriga Hochschule Berlin vorgestellt haben.

"Noch in den 90er Jahren wurden Managerkarrieren hauptsächlich aufgrund von mangelnder Performance beendet", sagt Prof. Dr. Torsten Oltmanns, Partner und Global Marketing Director von Roland Berger. "Heute ist es genau umgekehrt: Manager scheitern heute zu über 70 Prozent an Problemen mit der Wahrnehmung ihrer Arbeit und ihrer Persönlichkeit." Ein Fazit der Studie lautet daher: Managerinnen und Manager sollten ihre "Perception" als einen Wert begreifen, der aktiv zu managen ist.

"Wahrnehmung von Persönlichkeit und Leistungen eines Managers sind aber nicht nur für die Karriereentwicklung wichtig, sondern auch für die Unternehmen", sagt Oltmanns. Für ihre Studie haben Roland Berger und die Quadriga Hochschule mehr als 40 Managerkarrieren in Deutschland und international sowie aus unterschiedlichen Branchen im Zeitraum von 1990 bis 2014 analysiert. Die betrachteten Kriterien reichen von harten Daten wie Aktienkurs, Umsatz- und Gewinnentwicklung etc. über weiche Faktoren wie Führungsstil, Persönlichkeit sowie Affären oder Skandale bis hin zu Beziehungen zur Politik oder anderen Stakeholdern. Zudem wurde das Presseecho erhoben, das die jeweiligen Personen erzielten. All diese Kriterien wurden nach den Faktoren Performance und Perception gewichtet und ausgewertet.
Im Ergebnis zeigt sich ein Wandel, der etwa mit der Jahrtausendwende eingesetzt hat. Die Bedeutung der Performance als zentralem Kriterium für die Beurteilung von Managementleistungen nimmt seither stark ab, während die Bedeutung der Wahrnehmung von Persönlichkeit und Leistungen eines Managers stark gestiegen ist: Heute werden auch wirtschaftlich erfolgreiche CEOs wegen einer kritischen Wahrnehmung durch relevante Stakeholder entlassen – häufig mit entsprechendem Schaden auch für das Unternehmen selbst.

Eine aktualisierte Fassung der erstmals 2014 veröffentlichten Studie liegt seit Juli 2015 vor. Im August 2015 erscheint eine THINK ACT-Publikation, die auf Basis eines neuen konzeptionellen Ansatzes aus den Studienergebnissen konkrete Handlungsempfehlungen für Unternehmen und ihre CEOs ableitet.

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